| Motorschlittenfahrt am nördlichen Polarkreis. | ||||||||||
| Es
ist die letzte Woche des Jahres 2005. Wir, meine
Frau und
ich, sind im finnischen Lappland am nördlichen Polarkreis. In
Aavasaksa
66°24`N; 23°44`W. Am Torniojoki, Grenzfluss zu
Schweden.
Zum Einstimmen erfahren wir auf einer Rentierfarm von sehr freundlichen Saamen etwas über ihr Leben mit den Rentieren. In ihrer Holzkota, einem Saamen Zelt aus Holz, genießen wir den am offenen Feuer gegrillten frischen Lachs und ihr selbst gebrautes Saamen-Bier (!). Am nächsten Tag, es ist 10.00 Uhr und noch fast dunkel, brechen wir von der Westribe Scooter Lodge mit zehn weiteren deutschen "Abenteurern" und zwei finnischen Führern auf zu einer Motorschlitten Safari. Jeder gut verpackt im warmen Outdoor Overall und mit Helm. Kurze Einweisung vorher
am Scooter durch den Guide: "Hebel links ist
Bremse. - Hebel rechts für Daumen ist Gas. -
Füße immer
auf Scooter lassen.- Dünne Leine für Notschalter um
Hand hängen". Der Daumen zieht weiter
am Gashebel. Langsam bekomme
ich das Gefühl
für die richtige Gasdosierung. Wir reihen uns ein in die
Scooter Schlange.
Und ab geht nun die Post. Über einen gefrorenen und
schneebedeckten
kilometerlangen See. Weiter durch tief verschneite Waldwege. Eine
Märchenlandschaft,
wie es scheint, zieht an uns vorüber. Berg auf und
Berg ab.
Weiter über einen vereisten Fluss. Dann auch durch knietiefen
Schnee.
Doch da gebe ich in der Kurve zu viel Gas. Der Motorschlitten driftet
aus
der Spur in ein mit Schnee gefülltes Loch. G-a-n-z
l-a-n-g-s-a-m
neigt sich der Schlitten auf die Seite. Wir liegen im ca. 60 cm tiefen
Neuschnee fest. Die anderen Fahrer stoppen sofort. Nur mühsam
kommen
wir wieder auf die Beine. Dann sind auch schon die Helfer da. Mit der
Hilfe
der zwei Führer richten wir den Schlitten wieder auf. Den
Motor neu
starten. Aufsitzen. Weiter geht die Fahrt. Auf einem kleinen Waldhügel ist Foto- und P....- Pause.. Hier steht sogar ein kleines beheiztes Holzhaus Klo. Speziell für die Damen der Gruppe. - Das nennt man Service. Wie bestellt quert auch noch eine Rentierfamilie die Spur. Nun bekommen auch die Digital Cameras Arbeit. Nach weiteren 30 Minuten Fahrt erreichen wir eine Waldhütte. Hier nehmen wir eine warme Elch-Suppe, Kaffe oder Tee und dunkles finnisches Fladenbrot zu uns. Gestärkt und voller Erwartung auf den Rest der Tour geht es auf den Rückweg. Ziel ist unsere Scooter Lodge, die wir nach insgesamt 4,5 Stunden Safari wieder erreichen. Und es ist bereits wieder dunkel. Am offenen Kaminfeuer bei Bier oder Wein ziehen am späten Abend die Bilder der Tour noch einmal gedanklich an uns vorüber. Dabei wird erzählt und viel gelacht. Als wir uns spät nach Mitternacht schlafen legen, geht ein für uns ereignisreicher Tag zu Ende. |
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