Seereise nach St. Petersburg.                             
Sie sind abenteuerlustig, Sie lieben Außergewöhnliches? Dann ist eine Seereise auf der MS TRANSLUBECA über die Ostsee nach
St. Petersburg genau das Richtige für Sie
 --

 on board

Diese Werbung der Reederei FINNLINES  hat uns überzeugt.
Am 21. Juni 2008 gehen meine Frau und ich in Lübeck am Lehmannkai  2 an Bord der "MS LUBECA": Unser Gepäck kommt per
 Bordkran an Deck der Frachtfähre. Die Schlüsselkarte für unsere Kabine erhalten  wir vom Zahlmeister. Die Kabine, eine Außenkabine mit Blick nach vorn, bietet mit 20 qm aureichend Platz. Sie ist nun für eine Woche unser Woh- und Schlafzimmer. Unserem Alter entsprechend hat der Purser vorausschauend an Stelle des oberen Doppelstock-Bettes die Couch als zweites Bett herrichten lassen. Als erstes stellen wir unsere Uhren auf die  Bordzeit um. Bordzeit ist Russland-Zeit.  Das  heißt: Zwei Stunden vor stellen.
Das Schiff legt um 19.00 Uhr Ortszeit ab.
Wir fahren traveabwärts und betrachten "unser Travemünde" nun einmal vom Brückendeck der Frachtfähre aus. Um 20.20 Uhr Ortszeit passieren wir die Travemünder Mole mit Kurs Sassnitz und weiter nach St.Petersburg.

ship

Die Frachtfähre bietet das, was wir suchen: Keinen Kreuzfahrer- Luxus, keine Animationen, kein Captains-Dinner, keine Massen an Bord, keinen " dress code". Dafür Seemannsalltag, vier mal am Tag gut bürgerliche Küche, viel Ruhe, frische Seeluft und ganz normale Touristen. Zwölf an der Zahl sowie zwölf freundliche Trucker aus Russland und Österreich.  Wir dürfen die Brücke besuchen, wo uns der 1. Offizier die moderne Navigationselektronik, das GPS und die elektronische Seekarte ausführlich erklärt und demonstriert. Wer möchte, kann die Bord-Sauna besuchen. Auch der kleine Außenpool ist gefüllt. Jedoch die aktuellen Luft-und Wassertemperaturen halten alle von der Nutzung ab.mario
 
 Die Abende klingen an  der Bordbar aus, wo uns  "Mario" gut bedient  und    noch besser mit     "Geschichten"    aus        seinem Leben" unterhält.





sos
Abwechselung im Bord-
leben bringt im Hafen
von Sassnitz eine See-
 notübung der Crew mit
einem unsinkbaren Ret-  tungsboot vom Bord der  TRANSLUBECA . Das
 alles vor den kritischen
 Augen zweier Prüfer
  von der SBG.

Nach zwei Tagen und  drei Nächten erreichen wir unser Ziel: Um 08.00 Uhr liegen wir im Industriehafen von St. Petersburg fest. Pass- und Zollkontrollen an Bord nehmen zwei Stunden in Anspruch. Noch zwei weitere Passkontrollen, dann haben wir die Hafengrenze nach 10 Minuten zu Fuß erreicht.-- St. Petersburg, wir sind da.!!!
Wir kommen in eine Stadt mit vielen gegensätzlichen Gesichtern. Mit prunkvoll restaurierten Palästen, Kirchen, Häusern und Brücken. Mit maroden Miethäusern ausserhalb des Zentrums an schlechten Strassen, mit im stalinistischen Zuckerbäckerstil erbauten Häusern an kilometerlangen Alleen mit zwei mal vier Fahrspuren. Mit mondän gekleideten Menschen in Luxus-Karossen aller Marken und wir sehen verbeulte klapperige Taxen mit freundlichen Fahrern. Wir spüren die fünf Millionen registrierten Einwohner plus drei Millionen Gastarbeiter auf den Strassen und in den Metro-Stationen.
Wir  erleben aber auch eine der "Weißen Nächte" in St. Petersburg mit ihren beleuchteten Newa Brücken und den vielen Menschen am Ufer der Newa, die Peter-und-Paul Festung, den Katharinenpalast (Sommerpalast) mit dem Bernsteinzimmer und viel Prunk in den Sälen, die Eremitage gleichzeitig mit x-tausend anderen Touristen, eine Kanalfahrt im Regen vorbei an Palästen, eine U-Bahnfahrt im überfüllten Waggon von einer über 100 Metern tief liegender Station mit Säulen und viel Marmor aus, eine super Ballet-Aufführung von "Der Nussknacker" im Mikhailovsky Theater sowie freundliche Ober im Restaurant mit russischer Küche. Und das alles bei Regenwetter!!

Während der Rückreise genießen wir wieder die Ruhe auf der MS TRANSLUBECA. Wir nutzen die wenigen Sonnenstunden, um im Liegestuhl an Deck über das Erlebte in St. Petersburg nachzudenken. Wir sind uns einig: Diese Stadt  ist  eine Reise wert.
summer palace
Der Katharienen-Palast, auch Sommer-Palast genannt.


Fotogalerie

         

      



 

                            

 

 
http://www.gschaper.de